TV Hemsbach vs. HSG St. Leon/Reilingen - 26:25 (11:13)

WNOZ 27.04.2015

TV Hemsbach nach dem 26:25-Sieg gegen die HSG St. Leon/Reilingen Kreisligameister

Drama endet diesmal glücklich

Hemsbach. „In Hemsbach gibt es immer nur Drama.“ Martin Schreckenberger, dem Sportlichen Leiter des TV Hemsbach, zitterten auch Minuten nach dem Abpfiff die Hände. Gerade hatten die Bergsträßer Handballer mit dem 26:25-(11:13)-Heimsieg gegen die HSG St. Leon/Reilingen II im letzten Kreisligaspiel den Aufstieg perfekt gemacht. „Last second“ sozusagen. Denn 20 Sekunden vor dem Abpfiff hatte Alexander Zschätzsch den letzten Hemsbacher Wurf vergeben und die Gäste kamen noch einmal zum Gegenstoß. Den 300 Zuschauern in der Hans-Michel-Halle stockte der Atem. Den Ball Pass jedoch bekam St. Leons Linksaußen Fabius Menger nicht richtig zum Greifen und der TVH war wieder am Zug. Die letzten 14 Sekunden brachte Hemsbach dann in Unterzahl über die Bühne. Schluss, aus, Aufstieg!

„Einfach kann jeder“, gab der scheidende TVH-Trainer Jochen Weber mit einem Augenzwinkern zu Protokoll, ehe ihn die Sektdusche durch Andreas Wiegand ereilte. Der war doppelt froh, hatte er doch 90 Sekunden vor Schluss noch eine Zeitstrafe kassiert. „Wir hatten zwischendurch wieder die Phase, wo jeder dachte, er muss das Ding allein entscheiden. Aber dann ging es doch“, sagte Weber erleichtert.

Das, was die Mannschaft spielerisch nicht hinbekam, glich sie durch ihren Einsatz wieder aus. Bis zum 15:16 (40.) lagen die Gastgeber meistens in Rückstand, erst ein schön herausgespielter Treffer von Jens Wiltz nach Pass von Zschätzsch brachte den TVH leicht in Vorteil. Beim 20:17 nach einem Wagner-Gegenstoß sah es schon ganz gut aus für die Hemsbacher Feierbiester, doch die Gäste blieben dran und kamen zum 21:20 , 24:23 und 25:24 auf. Selbst das 26:24 durch Jörn Fink 90 Sekunden vor Schluss war noch nicht die Entscheidung. Ein Remis hätte schließlich nicht gereicht. Gerade weil so gezittert wurde, war die Erleichterung danach umso größer.

„Unser Vorteil in dieser Saison war, dass wir immer auf die Bank zurückgreifen konnten und jeder in den entscheidenden Situationen da war“, sagte Jochen Weber. „Die Jungs wollten unbedingt, haben sich nie aufgegeben. Diese Kraft hat entschieden.“ Die Mannschaft wird komplett zusammenbleiben und soll noch durch einen Linkshänder und einen Mittelmann ergänzt werden.            AT

TV Hemsbach: Koch, Scholten (n. e.); Wiegand (3/2), Bauer (5), Wiltz (1), Fink (1), Dambel, Mäffert (9), Zschätzsch (2), König, Bähr, Leide (5), Heide, Wagner.