1971-1980

In der Feldrunde 1970 wurde die 1. Mannschaft des TVH unter ihrem Trainer Eduard Geritzen Meister in der Bezirksklasse und damit Aufsteiger in die Landesliga. Mit 33:7 Punkten und 238:179 Toren setzte die Mannschaft um Spielführer Karl-Heinz Speckert einen weiteren Glanzpunkt in der Vereinsgeschichte. Die A-Jugend-Mannschaft konnte im gleichen Jahr auf dem erstmals besuchten Turnier in St Georgen einen 3. Platz erreichen und konnte mit einem originellen Preis die Heimfahrt antreten: Ein Schwarzwälder Schinken und Bauernbrot

Die darauf folgende Hallenrunde 1970/71 begann mit der Einweihung der Hans-Michel-Halle, in der die 1. Mannschaft ja heute noch ihre Meisterschaftsspiele austrägt. Nach einem missglückten Start in dieser Runde der 2. Division mit 0:6 Punkten konnte man am Ende einer einfachen Runde noch einen beachtlichen 4. Platz erreichen.

Auch die Feldrunde des Jahres 1971 verlief durchaus erfolgreich. Nach der zwischenzeitlichen Tabellenführung Mitte der Rückrunde musste man sich am Ende mit dem dritten Tabellenplatz zufrieden geben In diesem Jahr erfolgte auch erstmals ein Aufruf zur Gründung einer Damen-Handballmannschaft im Hemsbacher Stadt-Anzeiger.

Mit Beginn der Hallen-Saison 1971/72 übernahm ein neuer Trainer das Ruder der 1. Mannschaft, der über viele Jahre hinweg die Entwicklung des Handball-Sports beim TV Hemsbach entscheidend beeinflussen sollte. „Robert Becker, Studenten-Nationalspieler des TV Hochdorf, kommt als Trainer zum TV Hemsbach“ lautete damals die Pressemitteilung in den Weinheimer Nachrichten

Es gibt ihn noch:   Den Spielerpass von Dr. Robert Becker

Nach einem Start mit 8:0 Punkten erwischte es den TV Hemsbach mit einer Niederlage gegen den alten Rivalen TV Großsachsen (14:8). Am Ende einer wiederum nur einfach ausgetragenen Spielrunde erreichte man mit 10:6 Punkten einen 4. Platz. Im gleichen Jahr wurde erstmals in Hemsbach der Bergstraßen-Cup ausgetragen. Mit so renommierten Mannschaften wie TSV Rintheim, TSV Birkenau, VfL Heppenheim, der deutschen Studentenauswahl sowie einer Bergstraßen-Auswahl konnte ein attraktives Turnier durchgeführt werden, das mit 500 Zuschauern auch eine sehr beachtliche Resonanz in der Öffentlichkeit hatte. Sieger dieses Turniers wurde der TSV Rintheim. Für die Bergstraßen-Auswahl blieb am Ende nur der letzte Platz.

Nach der Landesliga-Feldrunde, die man wiederum als Dritter abschloss, hatte sich die Mannschaft um Trainer Robert Becker für die Hallenrunde einiges vorgenommen. Und sie konnte auch ihr hochgestecktes Ziel erreichen und schaffte mit 14:2 Punkten den Aufstieg in die 1. Division knapp vor dem TSV Sandhofen Die erfolgreiche Mannschaft: Heinrich Fath, Karl Kreis, Peter Roth, Karl-Heinz Speckert, Werner Reinemuth, Klaus Müller, Horst Roth, Thomas Embach, Hubert Rinke, Karlheinz Hebling, Helmut Embach.

Mit der Saison 1973 war auch die große Zeit des Feldhandballs beendet Die erste Mannschaft erreichte nochmals einen vierten Platz. Die lb-Mannschaft wurde sogar mit 20:0 Punkten Meister ihrer Klasse.

Das erste Hallenrundenspiel in der 1. Division konnte der TV Hemsbach gegen den TV Großsachsen mit 11:9 Toren siegreich gestalten Auch der weitere Verlauf der Runde war sehr erfolgreich, und die Mannschaft konnte sich voll in dieser Klasse etablieren Nicht nur der Haupttorschütze Karl Kreis mit seinen schon legendären Seitfallwürfen, sondern eine insgesamt homogene Mannschaft konnte am Ende punktgleich mit der SpVgg Sandhofen die Runde beenden Ein Entscheidungsspiel wurde notwendig, das unglücklich für den TVH mit 8:9 Toren für die Mannschaft aus Sandhofen endete. Dennoch schaffte der TV Hemsbach in einer Aufstiegsrunde gegen die Mannschaften von Wieblingen, Birkenau 1c und Union Käfertal dann als erster den Sprung in die Landesliga.

Auch im Jahr 1973 fand wieder der Bergstraßen-Cup statt Mit der Mannschaft Dubocia Leskovac (Jugoslawien) konnte zum ersten Mal eine ausländische Mannschaft für die Teilnahme gewonnen werden. Die gleichfalls teilnehmende SG Leutershausen, zu der damals Robert Becker und Wolfgang Sättele gehörten, konnte sich in diesem hochklassig besetzten Turnier als Sieger behaupten.

Was keiner für möglich gehalten hatte trat dann in der Saison 1974/75 ein. Der 1. Mann¬schaft des TVH gelang zum dritten Mal hintereinander der Aufstieg. Mit 27:9 Punkten wurde sie vor St Leon Meister der Landesliga und hatte damit den Sprung in die Oberliga geschafft Die Mannschaft von Trainer Robert Becker und Co-Trainer Günter Habermaier: Horst Roth, Bernd Jung, Heinrich Fath, Karl-Heinz Speckert, Peter Roth, Klaus Müller, Karl Kreis, Thomas Embach, Karl-Heinz Hebung, Hubert Rinke, Helmut Embach und Walter Fink.

Die erste Oberliga-Saison verlief für den TV Hemsbach recht erfolgreich, und man konnte sich im Mittelfeld festsetzen. Nach einem gelungenen Start mit einem Auswärtssieg (11:10) bei der TSG Weinheim und einem Sieg in der Hans-Michel-Halle gegen Handschuhsheim (15:12) lag man zur Halbzeit dieser Oberliga-Saison auf dem vierten Tabellenplatz. Die Rückrunde verlief nicht mehr ganz so erfolgreich und endete mit einer Auswärtsniederlage gegen Ketsch (18:13). Mit einem siebten Platz in der Abschlusstabelle, die Aufsteiger Walldorf anführte, konnte man aber insgesamt sehr zufrieden sein.

Nach Abschluss der Hallen-Saison 1976/77 musste sich die 1. Mannschaft des TV Hemsbach nach großem Kampf wieder aus der Oberliga verabschieden. Dabei hatte auch diese Runde sehr erfolgreich begonnen. Zum ersten Spiel stellte sich die TSG Kronau beim TV Hemsbach vor und konnte relativ sicher mit 13:10 Toren geschlagen werden. Aber schon ab Mitte der Vorrunde belegte die Mannschaft des TVH einen Abstiegsplatz und konnte sich aus diesem Bereich bis zum Ende der Runde nicht mehr hocharbeiten Die notwendig gewordene Abstiegsrunde mit der SG Walldorf und dem ESV Ettlingen verlief dann sehr dramatisch. Nur der Sieger dieser Runde konnte in der Oberliga verbleiben, und nach einem überlegenen Heimsieg im ersten Spiel gegen Walldorf mit 19:10 Toren schien man noch den Abstieg vermeiden zu können. Mit welchen Mitteln um den Klassenerhalt gekämpft wurde, macht die Tatsache deutlich, dass die SG Walldorf sich als TV Edingen getarnt die Möglichkeit zum Training in der Hans-Michel-Halle verschaffte.

Das zweite Spiel dieser Abstiegsrunde gewann der ESV Ettlingen bei der SG Walldorf mit 16:12 Toren, so dass das letzte Spiel zwischen Ettlingen und Hemsbach die Entscheidung bringen musste. Nach einem spannenden Spielverlauf gab sich der TV Hemsbach mit dem ungewöhnlichen Ergebnis von 6:8 Toren geschlagen

1980 stellte der TV Hemsbach 5 Meister-Mannschaften

1. Mannschaft Meister Landesliga --> Aufstieg in die Oberliga
1b-Herren Meister Division III
2. Mannschaft Staffelsieger im Kreis Mannheim die Männliche A-Jugend und die männliche B-Jugend

In der Spielsaison 1979/80 wurden die Hemsbacher Handballer mit nur sechs Verlustpunkten Meister in der Landesliga. Schon 4 Spiele vor Rundenende stand der Meister und Aufsteiger in die badische Oberliga fest Die Mannschaft um Trainer Dr. Robert Becker: Hans-Peter Wetzel, Jean Dambel, Wolfgang Sättele, Manfred Böhler, Gerd Koch, Robert Pauli, Klaus Müller, Thomas Embach, Michael Sättele, Hermann Jung, Karlheinz Hebling, Walter Fink, Bernd Ehret und Horst Roth.

Erstmals in der Vereinsgeschichte konnte man bis in die 2. DHB Pokal-Hauptrunde vordringen und spielte im Halbfinale um den süddeutschen Handballpokal. Diese Saison endete nicht nur für die 1. Mannschaft mit Erfolg, auch die 1 B- und die 2. Mannschaft bescherten dem Verein Meistertitel in ihren Staffeln. Die 1 B-Mannschaft spielte mit: Peter Kam, Peter Roth, Karl-Heinz Speckert, Rolf Kadel, Karl Kreis, Karl Scheib, Helmut Embach, Volker Pauli, Heinrich Fath, Roland Bergbold, Bernd Jung und Olaf Gerhardt

Die Mitglieder der 2. Mannschaft, die ohne Punktverlust Gruppenerster wurden: Manfred Böhler, Gerhard Czanderle, Gerd Fiethen, Werner Reinemuth, Horst Hefft, Peter Kam, Gerhard Mangold, Jean Dambel, Helmut Hottes, Volker Pauli, Hermann Jung, Heinrich Fath, Stefan Molter, Manfred Heide und Rolf Kadel.

Die sehr fruchtbare Jugendarbeit machte sich durch zwei weitere Meistertitel der A- und B-Jugend bezahlt, eine Bilanz der Handballabteilung, auf die die Hemsbacher mit Recht stolz sein können. Auch außerhalb der Verbandsrunden waren die Handballer sehr erfolgreich. In einem Freundschaftsspiel gegen den damaligen Regionalligisten SG Leutershausen blieb man mit 15:14 Sieger, und gegen den sehr rührigen Fan-Club „Ostkurve“ sahen die Zuschauer insgesamt 58 Tore; das Endergebnis für die Aktiven war 47:11.