1939-1950

Während der Kriegsjahre konnte der Spielbetrieb in der Abteilung nur von Jugend- und Schülermannschaften aufrechterhalten werden. Engelhard Beyer, Walter Halblaub, Kurt Hilkert und Karl Rößling waren jeweils bis zur Einberufung die Spielleiter.

Nach dem Ende des unsinnigen Völkerringens wurde in Hemsbach schon bald wieder Handball gespielt Noch während des Versammlungsverbots, das die Amerikaner verhängt hatten, trafen sich die ersten Sportbegeisterten unter Führung von Hermann Habermaier im Nebenzimmer des „Ratskellers" zu einer Bestandsaufnahme. Fazit: Viele ehemalige Spieler waren gefallen, vermisst oder verletzt, andere saßen noch immer in den Gefangenenlagern der Alliierten, geschwächt und gedemütigt an Leib und Seele. Mitten in eine der ersten Zusammenkünfte platzten die amerikanischen Militärpolizisten und verhafteten kurzerhand den Versammlungsleiter Hermann Habermaier. Ein schlechtes Omen für die Zukunft? Ganz und gar nicht. Unser Spielleiter wurde gegen eine Kaution wieder freigelassen und begann mit neuer Tatkraft, die junge Abteilung aufzubauen.

Oft musste freilich noch die erste Mannschaft mit Jugendspielern aufgefüllt werden, doch in Freundschaftsspielen gegen benachbarte Vereine bewiesen besonders die erprobten Kämpen, dass sie von ihrem Können nichts eingebüßt hatten. Später stießen auch einige Laudenbacher Spieler dazu, so dass schon bald auch eine zweite Mannschaft gestellt werden konnte. Aus den ersten Jahren nach dem Kriege ist uns folgende Mannschaft in Erinnerung geblieben: Helmut Schuster, Fritz Gerlach, Eckhard Oberacker, Rolf Halblaub, Hans Will, Günter Dehl, William Gaßmann, Richard Weis, Hermann Wind, Kurt Weis und Oskar Embach.

 

Handballer unter sich: 50-Meter-Endlauf beim Abturnen 1949
v.l.n.r.: Gerd Schmitt, Günter Habermaier, Werner Weithofer